langsames diesseits. vier monologe

Ein Film von Hannes Richter und Siegfried Ressel mit anschließendem Gespräch

Donnerstag, 19.01.2023, 19:30 Uhr
Kino Lumière, Geismar Landstraße 19, 37083 Göttingen

Der Film setzt im heutigen Alltag von vier Überlebenden der NS-Konzentrations- und Vernichtungslager an. Ihre Monologe – über das Überleben, das Nach-Hause-Kommen, ihr Schaffen, ihre Familien – bilden den Rahmen dieser Dokumentation. Sie erzählen zu Hause und in ihren Städten: Raymond Renaud beim Bestellen seines Gartens im ländlichen Frankreich, Ivan Ivanji beim Romane Schreiben im Belgrader Plattenbau, Zahava Stessel, während sie in New York Subway fährt, Aleksandr Bytschok beim Familienessen in Kiev. Sie legen nach wie vor Zeugnis ab, gehen in Schulen, schreiben Bücher, geben Interviews. Das unkommentierte Erzählen dieser beeindruckenden Menschen lässt das Nachdenken nicht nur zu, sondern fordert es ein.

Mehr Informationen zum Film und den trailer findet ihr hier: www.crossingeurope.at

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus statt.

Zur Geschichte der Lagerbordelle: Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern

Vortrag mit Dr. Robert Sommer

Freitag, 18.11.2022, 18:00 Uhr
Holbornsches Haus, Rote Straße 34, 37073 Göttingen 

Lagerbordelle waren lange ein tabuisiertes Thema im Gedenken an die nationalsozialistische Terrorherrschaft. Sie waren eines von vielen patriarchalen Herrschaftsinstrumenten im KZ-System. Mehr als 200 weibliche Häftlinge wurden zur Sex-Zwangsarbeit in Lagerbordelle verschleppt, ihr Leid nach 1945 nicht anerkannt. Kaum eine wurde je entschädigt.
Wozu dienten die Lagerbordelle und welche Funktion erfüllten sie für das NS-Regime? 

Dr. Robert Sommer hat zur Geschichte der Lagerbordelle geforscht und publiziert. Er ist u.a. freier Mitarbeiter der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.

In Rahmen dieser Veranstaltung werden sexualisierte Gewalt und ihre Folgen thematisiert, weshalb wir darum bitten, auf euch und andere zu achten.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus statt.

Quiz, Sekt und Feminismus am 14.10.22

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Es ist wieder alternative O-Phase!

Bei einem Sprudelgetränk möchten wir mit euch über lokale feministische Themen ins Gespräch kommen und quizzen.

Freitag, den 14.10.22
ab 18 Uhr
im Juzi (Bürgerstraße 41)

Das Ganze findet im Rahmen der alternativen O-Phase statt, ist aber nicht nur für Erstis oder Studierende. Alle, die Lust haben, uns und auch das Juzi ein bisschen kennen zu lernen, sind herzlich willkommen!

Unerhört!

Am 8. März um 20 Uhr wollen wir online mit euch den feministischen Kampftag mit Musik, einem Quizz und kleinen Redebeiträgen ausklingen lassen. Dafür treffen wir uns online, und zwar im Kanal vom Café Kollektiv Kabale!

https://www.twitch.tv/cafekollektivkabale

Wir (kore und femko) freuen uns auf euch und wünschen euch einen stärkenden, kämpferischen 8. März.

Weitere Aktionen an dem Tag sind von 12 bis 15:00 Stände und Aktionen am Gänseliesel und eine Demo um 17:00, startpunkt: Gänseliesel.

Dienstag, 7.12. Antisemitische Verschwörungsgeschichten in der Pandemie

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus laden wir zu einem Vortrag und Diskussion mit Helge Regner von RIAS (Recherche- und Informationsstelle Anti­semitismus) Niedersachsen.
 
Im Laufe der Pandemie wurden im Kontext der sog. Querdenken-Bewegung Erzählungen von einer welt­weiten Verschwörung immer offener verbreitet. Wie neue und alte anti­semitische Verschwörungs­ideologien im Kontext von Covid-19 wirken und wie auch die Verharmlosung der national­sozialistischen Verbrechen mit dem Denken der vermeintlich Wider­ständigen zusammenhängt, soll Thema des Vortrags sein.
 
Anhand konkreter Vorfälle aus der Arbeit von RIAS Nieder­sachsen wird gezeigt, wie sich Anti­semitismus im Kontext der Covid-19-Pandemie darstellt und welche Bedürfnisse sich hinter den Motiven verbergen.

 

Teilnahmelink: https://us06web.zoom.us/j/84489330254
Meeting ID: 844 8933 0254
Telefonische Teilnahme: +49 69 7104 9922

 

25.11. | 18:30 Uhr | Demo gegen Gewalt an Frauen

#KeineMehr! Gemeinsam auf die Straße gegen Gewalt an Frauen!

Jeden dritten Tag ermordet in Deutschland ein Mann eine Frau. Weltweit wurden in diesem Jahr 375 Morde an trans* und genderdiversen Menschen erfasst und die Dunkelziffer ist weitaus höher. Und das ist nur die Spitze der alltäglichen physischen und psychischen Gewalt. Denn diese Unterdrückung hat System in der patriarchalen Gesellschaft und macht auch vor Göttingen nicht halt.
2021 jährt sich zum zweiten Mal der doppelte Femizid in Grone, während sich in den Prozessen rund um die ermordete Besma A. zeigt, welche Anstrengungen die deutsche Justiz auf sich nimmt, um die Täter zu schützen.
Aber auch neben diesen Morden zeigt das Patriarchat in Übergriffen, Catcalling oder anderen Formen patriarchaler Gewalt jeden Tag seine brutale Seite.

Diese Gewalt und der Femizid als ihre extremste Form treffen die Betroffenen zwar individuell, doch gemeint sind wir alle. Während die Täter von Staat und Justiz geschützt werden, ist es nun an uns, gemeinsam und kämpferisch gegen das Patriarchat auf die Straße zu gehen!

Komm also vorbei und schließ dich der Demonstration gegen diese andauernde Gewalt an!

Am Donnerstag, den 25.11. um 18:30 Uhr am Jacobikirchhof

Der Partisan*innen-Friedhof in Mostar – Buchvorstellung und Diskussion über Kunst und Aktivismus vor Ort

MOSTAR’S HURQUALYA – THE (UN)FORGOTTEN CITY.

*english version below*

Hier ein aktueller Veranstaltungstipp: Wir laden euch ein, am 4.Dezember bei unserer Online-Veranstaltung dabei zu sein!

Thema ist eine Gedenkstätte, nämlich der Partisan*innen-Friedhof in Mostar (Bosnien und Herzegowina), der immer wieder Ziel faschistischer Angriffe ist:

Aus der Perspektive von Aktivist*innen um den lokalen Partisan*innen-Friedhof soll ein Blick auf die Diskurse des Erinnerns in Europa gerichtet werden. Welchen Platz nehmen Jugoslawiens antifaschistische und sozialistische Erfahrungen dabei ein?

Diese und weitere Fragen werden wir mit den Aktivist*innen Aida Murtić und Marko Barišić gemeinsam diskutieren können.

Sie stellen uns ihr Buch vor sowie die Initiative zum Gedenken an den antifaschistischen Widerstand der Partisan*innen in Mostar.

Die Veranstaltung wird in englischer Sprache stattfinden.

Wann? Freitag, 4.12.2020 – 19 Uhr

Link zur Veranstaltung: https://zoom.us/j/94848378475

Eine Veranstaltung im Rahmen des Bündnis 27. Januar – Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

www.gedenken-an-die-opfer-des-nationalsozialismus.de

Hier könnt ihr auch schon einen Blick ins Buch werfen: Mostarska Hurqalya

 

***

MOSTAR’S HURQUALYA – THE (UN)FORGOTTEN CITY.

We invite you to join our online event on December 4th!

The topic is a memorial place, namely the partisan cemetery in Mostar (Bosnia and Herzegovina), which is a target of fascist attacks and its preservation is contested: From the perspective of activists around the local partisan cemetery, we will take a look at the discourses of remembrance in Europe. What place does Yugoslavia’s anti-fascist and socialist experience take in this? And what can we learn from them?

We will be able to discuss these and other questions together with the activists Aida Murtić and Marko Barišić. They will present us their book, as well as their experiences from activism around the partisan cemetery in Mostar.

The event will be held in English.

When? Friday, 4.12.2020 – 7 pm

The link to the event: https://zoom.us/j/94848378475

An event in the framework of the Alliance 27 January – commemoration of the victims of National Socialism www.gedenken-an-die-opfer-des-nationalsozialismus.de

 

Keine Mehr! – Gewalt an Frauen beenden!

Pressemitteilung, zu den Femiziden in Göttingen, 18.09.20

Am 26.09.2020 jähren sich die Morde an zwei Frauen in Göttingen. Vor
einem Jahr ermordete an diesem Tag ein Mann seine Ex-Freundin und ihre Arbeitskollegin, die ihr zur Hilfe eilte, auf offener Straße. Wir bekunden den Angehörigen unser tiefes Beileid.

Es handelt sich bei diesen Morden nicht um Einzelfälle, weshalb wir siepolitisch als das einordnen möchten, was sie sind: als Femizide. Der Begriff Femizid beschreibt Tötungsdelikte an Frauen, die aufgrund ihres Geschlechts begangen wurden: Wenn Frauen ermordet werden, weil sie Frauen sind. Femizide sind die Zuspitzung der Gewalt, von der Frauen im Patriarchat bedroht sind. Patriarchale Gewalt richtet sich nicht nur
gegen Frauen, auch nicht binäre Personen und trans Männer sind davon betroffen. Beispielsweise dann wenn sie fälschlicherweise als weiblich gelesen werden. Darin zeigt sich die tiefe Ablehnung alles Weiblichen.

Die mediale Berichterstattung trägt mit Überschriften wie „Motiv unerwiderte Liebe?“ (1) (2) zu dem Problem bei. Nicht die unerwiderte Liebe, sondern die männliche Dominanz und Besitzansprüche in unserer Gesellschaft führen zu Gewalt gegenüber Frauen, nicht binären Personen und trans Männern. Es ist wichtig, das Problem Frauenhass in aller Klarheit zu benennen. Laut Zahlen des Bundeskriminalamts aus dem Jahr 2017 versucht in Deutschland täglich ein Mann seine (Ex-) Partnerin zu
töten, jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet.

2017 wurden über 113.000 Frauen Opfer sogenannter partnerschaftlicher Gewalt. (3) Das Thema bleibt aktuell. Aylin Münz, eine der Organisator_innen der für Ende September angesetzten Kundgebung, sagt
dazu: „In der derzeitigen Corona-Situation spitzt sich die Lage zu. Vom BKA wurden für 2019 135 durch vom (Ex-)Partner getötete Frauen gezählt. Bis Ende April 2020 waren es bereits 65. Das muss ein Ende haben!“ Dass das Problem in Deutschland ausgeblendet wird, wird unter anderem dadurch deutlich, dass der Begriff und das Problem Femizid nur als „ausländisches Phänomen“ Beachtung findet. (4)

Leider werden auch heute Morde an Frauen nur politisiert, wenn sie rassistisch instrumentalisiert werden können. Wir fordern die Presse, die Politik und die Gesellschaft dazu auf, Femizide konsequent zu benennen, auch wenn sie von weißen, deutschen Männern begangen werden.

Wir rufen dazu auf, mit uns auf die Straße zu gehen. Am 26.09. möchten wir aber Raum für Trauer lassen. Einen Tag vorher, am Freitag, den 25.09., wollen wir ein politisches Zeichen gegen Gewalt an Frauen und gegen Femizide setzen.

Am Freitag, 25.09. um 16 Uhr treffen wir uns zur Kundgebung am Gänseliesel und fordern gemeinsam:

– Ein Ende der Gewalt an Frauen! In Göttingen und überall!
– Die Thematisierung struktureller Gewalt an Frauen und Anerkennung von Femiziden als gesellschaftliches Problem auch in Deutschland!

– Stärkung aller Hilfsangebote für von Gewalt betroffene Frauen! (Frauenhäuser, Frauen-Notruf etc.)

– Massive Förderung von unabhängigen feministischen Projekten zur Sensibilisierung und Gewaltprävention!

– Konsequentes Vorgehen gegen Frauenfeindlichkeit, auf politischer, ökonomischer, kultureller und individueller Ebene!

– #KeineMehr – #NiUnaMenos – #NonUnaDiMeno!

Basisdemokratische Linke Göttingen
Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Göttingen
Feministische Frauengruppe Göttingen
[femko]
Frauen-Notruf Göttingen
Fridays For Future Göttingen
Rabatz & Anarchismus
Redical M
Schöner Leben Göttingen

Kontakt: kundgebunggegenfemizide-25-09@riseup.net

(1)
https://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Motiv-unerwiderte-Liebe-Die-grausame-Tat-des-Goettinger-Frauenmoerders
(2)
https://www.saechsische.de/mutmasslicher-moerder-in-goettingen-gefasst-5123750.html
(3)
https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/JahresberichteUndLagebilder/Partnerschaftsgewalt/Partnerschaftsgewalt_2017.html?nn=63476
(4) https://europa.eu/rapid/press-release

Solidarität mit Groner Landstraße 9a-c! Kundgebung am 23.06.20 um 17 Uhr

Aufruf zur Kundgebung am 23.06.20 um 17 Uhr an der Sparkasse Groner Landstraße

Solidarität mit Groner Landstraße 9 a-c!

Am Donnerstag Mittag wurden 700 Menschen, darunter ca. 200 Kinder in der Groner Landstraße 9 a-c ohne Ankündigung von der Stadt unter Quarantäne gestellt und sind ALLE in dem Gebäudekomplex eingesperrt, obwohl ein Großteil (noch) gar nicht mit Corona infiziert ist.

Als wären sie im Knast, müssen sie auf engstem Raum leben und sind vollkommen abhängig von der Versorgung von außen. Alle Spenden von solidarischen Menschen werden von der Polizei kontrolliert und eine Kontaktaufnahme oft unterbunden.

Die Versorgung der Stadt ist katastrophal; es fehlen Masken, Desinfektionsmittel und andere Hygieneprodukte, die Lebensmittelversorgung der Stadt ist überhaupt nicht ausreichend, nicht vollwertig und unangepasst an z.B. Allergien, Vegetarismus oder Kleinkinder.

Eine vergleichbare Situation ist bei nicht von Rassismus Betroffenen und wohlhabenderen Menschen unvorstellbar und hat es während der gesamten Pandemie nicht gegeben. Hier jedoch geht die Polizei mit äußerster Brutalität vor. Während der Kundgebung der Basisdemokratischen Linken am Samstag setzt sie z.B. Unmengen Pfefferspray u.A. gegen Kinder ein und dazu in einem Wohnkomplex in dem eine Lungenkrankheit verbreitet ist. Es ist mehrfach zu Verhaftungen mit fadenscheinigen Begründungen gekommen. Zudem wurde eine strikte Strafverfolgung gegen widerstände Bewohner*innen angekündigt.

Das Handeln von Stadt und Polizei zeigt besonders deutlich die rassistischen und klassistischen Strukturen in Deutschland auf. Und die Medien greifen sie auf und verstärken sie durch widerliche Berichterstattung, die weit weg von der Realität liegt, wie auch schon über das Iduna Zentrum.

Als wäre es nicht ohnehin schon unmenschlich genug, dass Personen gezwungen werden unter solchen Umständen zu leben, verstärkt dieser Umgang mit Corona diese soziale und rassistische Ungerechtigkeit noch.

Deswegen fordern wir:

  • Alle, die das wünschen können während der gesamten Quarantänephase kostenlos in ein Hotel umziehen! Diese Forderung gilt natürlich auch weiterhin für alle Menschen in Massenunterkünften wie z.B. Geflüchtetenlager, sowie für Betroffenen von Wohnungslosigkeit und häuslicher Gewalt.
  • Personen, die kein Corona haben, sollen nicht unter Quarantäne gestellt werden!
  • Es muss eine außer- familiäre Betreuungsmöglichkeit für Kinder geschaffen werden, die von den etablierten Stellen der Jugendarbeit in Göttingen betreut wird!
  • Es braucht qualifizierte Personen, die in Fällen von häuslicher und sexueller Gewalt und Konflikten beratend 24/7 zur Verfügung stehen
  • Die Einschränkung der Selbstbestimmung, die aktuell durchgeführt wird, ist nicht hinzunehmen. Z.B. können die Personen nicht entscheiden, was sie einkaufen und essen wollen.
  • Es darf keinerlei Repressalien geben, z.B. in Zusammenhang mit Aufenthaltsrecht, Drogenkonsum oder Protesten gegen die Maßnahmen

Kommt also zahlreich zur Kundgebung und zeigt eure Solidarität!

-Open the hotels Göttingen-

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Call for the rally on 23.06.20 at 17:00 at the Sparkasse Groner Landstraße
 
Solidarity with Groner Landstraße 9 a-c !
 
Thursday afternoon 700 people, among them 200 children, were quarantined by the city of Göttingen in Groner Landstraße 9 a-c without any announcements. They are ALL locked up in the building complex, although a large part of them is not (yet) infected with corona.
As if they were in prison, they have to live in a very confined spaces and are completely dependent on outside suppliers. All donations from people are controlled by the police and contact is prevented.
The cities’ supply is catastrophic; there is a lack of masks, disinfectants and other hygiene products, the cities’ food supply is not sufficient at all, not fully adequate and not adapted to e.g. allergies, vegetarianism or small children.
A comparable situation is unimaginable for persons who are not affected by racism or classism and has not yet existed during the entire pandemic. Here, however, the police is proceeding with extreme brutality. During the rally on Saturday, for example, they have used large amounts of pepper spray against children in the complex where lung diseases might be widespread. There have been several arrests with flimsy reasons. In addition, a strict prosecution against resisting residents was announced.
The actions of the city and the police show clearly the racist and classicist structures in Germany. And the media picks up on them and reinforces them with disgusting reports which were far from reality, as was already the case with the Iduna Centre.
As if it was not inhuman enough that people are forced to live under such circumstances, this treatment of Corona reinforces this social and racial injustice.
 
Therefore we demand:
  • All those who wish to do so may stay in a hotel free of charge during the entire quarantine period! This demand continues to apply to all people in collective accommodation such as refugee camps, as well as those affected by homelessness and domestic violence.
  • People without corona should not be quarantined!
  • An extra-familial care facility for children must be created, which is looked after by the established youth work agencies in Göttingen!
  • Qualified people are needed who are available 24/7 for advice in cases of domestic and sexual violence and conflicts!
  • The restriction of self-determination that is currently being implemented is unacceptable. For example, people cannot decide what they want to buy and eat.!
  • There must be no reprisals of any kind, e.g. in connection with residence rights, drug consumption or protests against the measurements!
 
 
So come in large numbers to the rally and show your solidarity!
 
– Open the hotels Göttingen –